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Kunst aus Simbabwe Roter Elefant

Mein Freund in Nürnberg hat sich für seinen Garten Ziegenfiguren aus einer afrikanischen Galerie gekauft.

Komm, schauen wir doch mal bei Eva vorbei – was gibt’s Neues?

Die Galerie Roter Elefant liegt in der Altstadt, klein, aber voller Ausstrahlung. Ich sehe Kunstwerke aus Simbabwe – kraftvoll, ausdrucksstark. Eva kennt die Künstler persönlich, sie steht mit ihnen im direkten Austausch. Ihre Liebe zu Afrika, zur Kunst und zu den Menschen dahinter ist spürbar.

Meinem Freund erklärt sie geduldig die Hintergründe der Ausstellungsgüter – Herkunft, Stil, Bedeutung. Simbabwe ist ein Schwerpunkt. 

Das Gespräch wandert weiter – wir sprechen über Safari, über African Parks. „Könntet ihr nicht mal eine Lesung organisieren?“, frage ich. „Ja, das wäre vielleicht eine gute Idee“, sagt Eva.

Ein anderer Besucher erzählt begeistert von einem fiktiven Roman: Das Geschenk – darin werden 20.000 Elefanten nach Deutschland gebracht. Und was passiert dann? Es entsteht ein spannender Austausch.

Es sind diese Begegnungen, die bleiben. Mit Menschen, mit Kunst, mit Ideen.

Friedenspreis Deutscher Buchhandel nach Simbabwe

Sie ist 1959 in Simbabwe geboren und hat ihn ihren Leben viel erreicht. Tsitsi Dangarembga sei «nicht nur eine der wichtigsten Künstlerinnen ihres Landes, sondern auch eine weithin hörbare Stimme Afrikas in der Gegenwartsliteratur», so meinte der Stiftungsrat, der den Preis vergibt. Mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels geht eine bedeutende Auszeichnung nach Simbabwe.

Bekannt wurde Tsitsi Dangarembga durch ihre Romantrilogie über eine heranwachsende Frau und deren Kampf auf weibliche Selbstbestimmung. An diesem Werk schrieb sie drei Jahrzehnte: Band eins erschien bereits 1988 und war damit der erste Roman einer schwarzen Autorin überhaupt, der in ihrem Heimatland Simbabwe erschien. Der abschließende dritte Band erschien erst 2018.

Doch Tsitsi Dangarembga dreht auch Filme. Neria wurde so oft in Simbabwe gezeigt, wie kein anderer.

Die Autorin und Filmmacherin engagiert sich politisch. Bei einer Demonstration gegen Korruption wurde sie verhaftet, als «Stifterin von Unfrieden». Wir wünschen der Künstlerin weiterhin viel Erfolg. Wenn Sie in Simbabwe sind, vielleicht treffen Sie auf Hinweise zu Tsitsi Dangarembga.

Hier zum Bericht der Deutschen Welle